Home Assistant ist großartig, um smarte Komponenten aus verschiedenen Ökosystemen miteinander zu vereinen und auf viele verschiedene Arten zu steuern. Neben der App kann man Dashboards z.B. mithilfe eines Tablets in einer Wandhalterung realisieren, man kann physische Knöpfe z.B. über Zigbee einbinden oder auch versuchen, alles möglichst zu automatisieren, um idealerweise erst gar nicht mit dem System ineragieren zu müssen. Was davon man in welcher Form nutzen möchte, bleibt jedem Nutzer selbst überlassen. Es gibt allerdings neben den genannten Steuerungsmöglichkeiten noch eine weitere, die für viele die ideale Mischung zwischen möglichst wenig Technik-Interaktion und trotzdem möglichst gezielter Steuerung darstellt, und das ist die Steuerung mit der Stimme. Home Assistant bietet hierzu die Möglichkeit, Alexa oder Google Assistant fähige Smart Speaker anzubinden (die manuelle Einrichtung erfordert aber etwas Aufwand), und zusätzlich gibt es mit der von Nabu Casa betriebenen Home Assistant Cloud die Möglichkeit, Smart Speaker beider Systeme oder aber den eigens entwickelten Assist-Service mit nur wenigen Klicks einzurichten. Für viele Nutzer, die sich nicht lange mit der Einrichtung aufhalten wollen und vielleicht schon Smart Speaker von Amazon oder Google zuhause haben, kann das der vorzuziehende Weg sein – allerdings ist man dabei natürlich zumindest für die Heimsteuerung per Stimme wieder von einem (oder mehreren) Cloud-Diensten abhängig. Wer das nicht möchte, der kann sich allerdings auch eine vollständig lokale Assist-Pipeline einrichten, und genau das möchte ich in diesem Artikel genauer beleuchten. Dabei werden wir uns zunächst die technischen Grundvoraussetzungen ansehen, das Setup durchgehen und anschließend werde ich über meine Erfahrungen im Alltag berichten. In einem zukünftigen Artikel möchte ich auch noch die Einbindung eines (lokalen) LLMs beleuchten, das würde für diesen Beitrag jedoch den Rahmen sprengen.

