Schlagwort-Archiv: HomeAssistant

Lokales Home Assistant Voice in 2026 – endlich Massentauglich?

Home Assistant ist großartig, um smarte Komponenten aus verschiedenen Ökosystemen miteinander zu vereinen und auf viele verschiedene Arten zu steuern. Neben der App kann man Dashboards z.B. mithilfe eines Tablets in einer Wandhalterung realisieren, man kann physische Knöpfe z.B. über Zigbee einbinden oder auch versuchen, alles möglichst zu automatisieren, um idealerweise erst gar nicht mit dem System ineragieren zu müssen. Was davon man in welcher Form nutzen möchte, bleibt jedem Nutzer selbst überlassen. Es gibt allerdings neben den genannten Steuerungsmöglichkeiten noch eine weitere, die für viele die ideale Mischung zwischen möglichst wenig Technik-Interaktion und trotzdem möglichst gezielter Steuerung darstellt, und das ist die Steuerung mit der Stimme. Home Assistant bietet hierzu die Möglichkeit, Alexa oder Google Assistant fähige Smart Speaker anzubinden (die manuelle Einrichtung erfordert aber etwas Aufwand), und zusätzlich gibt es mit der von Nabu Casa betriebenen Home Assistant Cloud die Möglichkeit, Smart Speaker beider Systeme oder aber den eigens entwickelten Assist-Service mit nur wenigen Klicks einzurichten. Für viele Nutzer, die sich nicht lange mit der Einrichtung aufhalten wollen und vielleicht schon Smart Speaker von Amazon oder Google zuhause haben, kann das der vorzuziehende Weg sein – allerdings ist man dabei natürlich zumindest für die Heimsteuerung per Stimme wieder von einem (oder mehreren) Cloud-Diensten abhängig. Wer das nicht möchte, der kann sich allerdings auch eine vollständig lokale Assist-Pipeline einrichten, und genau das möchte ich in diesem Artikel genauer beleuchten. Dabei werden wir uns zunächst die technischen Grundvoraussetzungen ansehen, das Setup durchgehen und anschließend werde ich über meine Erfahrungen im Alltag berichten. In einem zukünftigen Artikel möchte ich auch noch die Einbindung eines (lokalen) LLMs beleuchten, das würde für diesen Beitrag jedoch den Rahmen sprengen.

Unten: Home Assistant Voice Preview, Oben: M5Stack Atom Echo
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Ikea ZigBee Geräte mit Home Assistant / Philips Hue

Ikea stellt aktuell das hauseigene Smart-Ökosystem von Zigbee auf Matter over Thread um, was dazu führt, dass viele der alten Zigbee-Geräte (z.B. Tradfri-Birnen) reduziert sind, und auch abgesehen davon sind z.B. die schaltbaren Steckdosen (Tretakt/Inspelning) und die Zigbee-Schalter (Somrig/Rodret) verglichen mit der Konkurrenz direkt aus Fernost auf Amazon & Co sehr attraktiv bepreist. Grund genug, noch einmal einen Blick auf die Zigbee-Geräte bei Ikea zu werfen, denn wer bereits ein Zigbee Netzwerk besitzt und nicht (schon wieder) einen neuen Funkstandard hinzufügen will, der kann hier gut auf seine Kosten kommen. Das war auch meine Idee, weshalb es im Folgenden um meine dabei gemachten Erfahrungen gehen soll – denn leider funktionierte letztendlich nicht alles so, wie erhofft.

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HomeAssistant + Homematic IP: Urlaubsmodus / Manueller Modus via Button im Dashboard

Aus aktuellem Anlass habe ich mich damit beschäftigt, wie ich meine Homematic IP Thermostate, welche ich über OpenCCU eingebunden habe, direkt aus HomeAssistant heraus beispielsweise in einen Urlaubsmodus mit abgesenkter Temperatur setzen kann. Ein solcher Toggle existiert zwar in OpenCCU für jedes Thermostat, leider wird dieser jedoch nicht an HomeAssistant weitergegeben, weshalb man hier etwas erfinderisch werden muss.

Das Ziel war klar: Mit einem einzigen Schalter in der HomeAssistant UI sollte die Temperatur aller Thermostate abgesenkt werden, und beim Deaktivieren des Schalters sollte alles wieder auf den Ausgangszustand zurückgestellt werden. Die Homematic IP Thermostate bieten 3 Heizprogramme an, die sich unabhängig voneinander einstellen lassen – meine laufen im Normalbetrieb im Programm 1. Die Programme werden an HomeAssistant weitergegeben und lassen sich je Thermostat oder Heizungsgruppe einstellen, allerdings soll ja alles gemeinsam über einen einzigen Schalter umgestellt werden. Außerdem bieten die Thermostate einen manuellen Modus, der (wie der Name nahelegt) sämtliche Programme deaktiviert, sodass die Thermostate schlicht die zuletzt eingestellte Temperatur halten.

Demzufolge gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten, einen Urlaubsmodus zu realisieren:

  • Eins der drei Heizprogramme je Thermostat/Heizungsgruppe in der CCU entsprechend konfigurieren und dieses dann per Schalter in HomeAssistant aktivieren. Beim deaktivieren des Schalters wird wieder auf das „Normalprogramm“ umgeschaltet
  • Alle Thermostate/Heizungsgruppen in den Manuellen Modus setzen und die gewünschte Temperatur einstellen. Beim deaktivieren des Schalters wird wieder auf Automatik zurückgeschaltet.
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Smarte Heizungssteuerung mit HomeAssistant und HomeMatic IP – Setup & erste Erfahrungen

„Smarte“ Heizungssteuerung ist wohl eins der ältesten Themen, wenn es um das „intelligente Zuhause“ geht. Auch ich habe mich vor fast 10 Jahren bereits einmal mit dem Thema auseinandergesetzt, jedoch nur mit klassischen Offline-Thermostaten, die sich einzeln programmieren lassen und völlig auf jede externe Konnektivität verzichten. Dabei musste ich jedoch lernen, dass elektronische Thermostate nicht mit allen Heizkörperventilen besonders gut harmonieren – bei alten Heizkörpern bzw. Ventilen können sie durch zu hohen Druck auf den Stift, der das Ventil schließt, dazu führen, dass es mit der Zeit undicht wird (so jedenfalls die Aussage von unserem Heizungsinstallateur). Damit war das Thema für mich erstmal durch, weil ich das nicht riskieren wollte.

Das änderte sich vor einigen Wochen, als bei uns im Haus die alte Ölheizung durch eine neue Wärmepumpe ersetzt wurde, da in diesem Zuge auch die Heizkörperventile leicht ausgetauscht werden konnten, denn schließlich musste ohnehin das ganze Heizungssystem geleert werden. Das Ganze ist durchaus ein spannendes Thema für sich, schließlich genießen Wärmepumpen in Altbauwohnungen mit klassichen Wandheizkörpern (womöglich zu Unrecht) keinen besonders guten Ruf, aber um hier ein sinnvolles Fazit zu ziehen ist es natürlich noch zu früh – das ist also ein Thema für die Zukunft. Durch die nun vorhandenen modernen Heizungsventile waren smarte Thermostate allerdings wieder möglich, und natürlich konnte ich es nicht lassen und habe mich deshalb gleich wieder in das Thema eingearbeitet.

Ein Problem mit Wandheizkörpern in großen Räumen ist, dass es verhältnismäßig schwer sein kann, den Raum auch wirklich gleichmäßig zu erwärmen, insbesondere wenn der Heizkörper sich in einer Nische oder hinter Möbeln befindet und dessen unmittelbare Umgebung dadurch in der Regel deutlich wärmer ist als der Rest des Raumes. Hier kann ein externer Temperatursensor helfen, der an anderer Stelle im Raum angebracht wird – was allerdings nur mit modernen Thermostaten funktioniert, die irgendein Funkprotokoll sprechen. Dabei hat man verschiedene zur Auswahl. Mir war wichtig, dass die Thermostate ohne Cloud auskommen und ein dokumentiertes Protokoll sprechen, das die Einbindung in HomeAssistant (oder andere Steuerzentralen) erlaubt.

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