Manche hassen es, manche hören es gerne: klassisches Radio. Ich persönlich mag es manchmal ganz gerne, zum Beispiel als Hintergrundberieselung in der Küche, weshalb wir dort auch eine praktische und schicke kleine Stereoanlage stehen haben. Bis dato war ich mit dieser Lösung auch immer zufrieden – bis vor wenigen Wochen der UKW-Sendemast in unserer Nähe permanent abgeschaltet wurde. Eine weiter entfernte Alternative soll es zwar geben und per Dachantenne oder an anderen Stellen im Ort wäre diese auch sicher empfangbar, aber ersteres haben wir nicht und die Küche ist nunmal da wo sie ist. Außerdem kann man das Ganze generell als Vorboten der irgendwann kommenden UKW-Abschaltung verstehen, die in Bayern zwar zuletzt nochmal ein gutes Stück auf 2032 hinausgezögert wurde, was aber (offenkundig) nicht bedeutet, dass einzelne Sendemasten nicht schon früher abgeschaltet werden.
Wer dann noch eine eigentlich perfekt funktionierende Anlage zuhause hat und diese nicht gleich vollständig durch ein Modell mit DAB+ Empfänger ersetzen will, steht dann vor der Entscheidung: was jetzt? Hat die Anlage schon Bluetooth, kann natürlich das Handy als Ersatz herhalten, denn zur Wiedergabe von Internetradio gibt es selbstverständlich diverse Apps. Zumindest in meinem Fall empfinde ich diese Lösung aber als recht umständlich, da ich nicht jedes mal zuerst das Handy aus der Tasche kramen, mich mit Bluetooth verbinden und eine App öffnen möchte. Die andere gängige Alternative, die sich am ehesten wie vorher anfühlt, dürfte ein dedizierter DAB+ Empfänger sein, der an den Aux-Eingang der Anlage angeschlossen wird. Nachteil: besonders viele dieser Geräte gibt es am Markt nicht, und die Kosten betragen deshalb (Stand: Juni 2026) mindestens ca. 80€, insbesondere falls man noch eine zusätzliche Antenne braucht. Ironischerweise ist das deutlich teurer als günstige DAB-Radios, die man oft schon für 25-30€ erwerben kann – diese klingen aber natürlich nicht gut und wir wollen ja die bereits bestehende Anlage weiternutzen.

Mit Home Assistant und dem Addon Music Assistant gibt es aber noch eine weitere Alternative, die praktischerweise auch dann funktioniert, wenn die Anlage noch kein Bluetooth kann (sie benötigt lediglich einen Klinken- oder Cincheingang), und die obendrauf auch noch deutlich vielseitiger ist. Sofern man noch irgendwo in der Schublade ein altes Android-Telefon herumliegen hat, kostet diese auch (fast) nichts. In meinem Fall war nur eine BubbleUPNP Lizenz für 5,99€ nötig, da ich noch genügend Klinkenkabel und USB-Ladegeräte in selbiger Schublade hatte.
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