Vor etwa einem halben Jahr habe ich mich schon einmal mit dem Thema „LLMs in Home Assistant“ beschäftigt. Zu diesem Zeitpunkt bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass mit der mir zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Hardware (eine RX 5700XT mit 8GB VRAM) ein sinnvolles Setup mit einem lokalen LLM in Home Assistant nicht möglich war, weshalb ich letzten Endes bei GPT-OSS-120B über die OVH-API hängen geblieben bin. Dieses Setup funktionierte zwar grundsätzlich zufriedenstellend, aber dennoch hat mich das Thema „Lokale KI“ nicht mehr losgelassen.
Die Hauptprobleme der RX 5700XT lassen sich effektiv zurückführen auf zu wenig VRAM und zu geringe KI-Leistung bzw. wenig Unterstützung für moderne APIs wie ROCm. Bereits im letzten Artikel habe ich die These aufgestellt, dass man für eine wirklich nutzbare lokale KI eine Grafikkarte mit moderner Architekur bzw. API-Support und mindestens 12 GB VRAM benötigt.
Als mir dann vor einigen Wochen eine AMD Radeon RX 7900GRE mit Instabilitätsproblemen beim Spielen zum Testen angeboten wurde, musste ich es natürlich damit ausprobieren – denn schließlich ist die 7900GRE ganze zwei Generationen jünger und bietet zudem 16 GB VRAM. Die gute Nachricht vorweg: auch bei einem mehrstündigen VRAM-Stresstest und Tests mit llama-bench lief die Karte stabil, KI-Inferenz ist offenkundig ein völlig anderes Lastprofil als Gaming. Das hat mich an sich auch wenig verwundert, denn die zuvor getestete RX 5700XT hatte ein sehr ähnliches Problem gezeigt, weshalb ich sie überhaupt erst als LLM-Karte evaluiert hatte.
Die RX 7900GRE wanderte also in meinen TrueNAS Scale Server um dort als KI-Beschleuniger für HA zu dienen. Um meine Erfahrungen damit, die letztendlich verwendete Konfiguration (und ob ich damit so zufrieden war, dass dieses Mal alles lokal geblieben ist) soll es im Folgenden gehen.
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